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Traumasensibilität bedeutet eine doppelte Haltung: Die Existenz von Trauma wird anerkannt, und gleichzeitig wird sensibel damit umgegangen.

Zu den Formen traumatischer Erfahrungen gehören Bindungstrauma in frühen Beziehungen, transgenerationale Prägungen, Schocktrauma durch einzelne Ereignisse und Entwicklungstrauma durch langfristige Mangel- und Stresssituationen. Ihnen gemeinsam ist, dass sie den Zugang zum eigenen Körperempfinden, zum Fühlen, zur Identität, zum Denken, zur Weltsicht und damit zur Handlungsfähigkeit einengen.

Ein integratives Verständnis von Trauma erkennt, dass diese Begrenzungen unterschiedliche Ausdrucksformen haben: als chronische Anspannung oder Panzerung, als eingefrorene Bewegungs- und Wahrnehmungsmuster, als Verlust an Lebendigkeit und Fluidität, oder als Entwicklungsblockade im Bewusstsein. Daraus folgt, dass Heilung mehrdimensional gedacht werden muss – körperlich, emotional, relational und geistig.