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Unser wahres Wesen ist gut, mitfühlend und freundlich. Kreiskultur ist die Praxis, in der wir uns daran er:innern dürfen – gemeinsam.

Kreiskultur ist die Grundlage unseres Miteinanders – und unserer Mitte. Rhythmisch, verbindend, spürbar – wie der Atem – wirkt sie tief in Körper, Nervensystem und Beziehungsraum hinein.

Sie nährt Kohärenz, Präsenz und gemeinsames Wohlbefinden. Sie lädt ein zu Respekt, Verbindung und Feier.

Feiern ist wie bewusstes Ausatmen nach einem langen Atemzug.

Im Kreis übernimmt jede:r Verantwortung für das Ganze. Niemand führt allein. Was gesagt wird, wird gehört. Was nicht gesagt wird, wird gespürt.

Integrität wahren. Wir sprechen, was unser ist. Wir hören, was uns trägt. Wir lassen den Anderen ganz sein, ohne ihn zu deuten.

Feiern und Trauern miteinander. Beides gehört zum Kreis. Das eine, weil das Leben groß ist. Das andere, weil es endet.

Der Kreis ist eine sehr alte Form. Vielleicht die älteste, in der Menschen einander begegnen: Lagerfeuer, Redekreis, das gemeinsame Ritual, das eine Gemeinschaft immer wieder an sich selbst erinnert. Jede Kultur, die Menschen je getragen hat, kannte diese Form. Wenn wir sie ehren, fühlen wir uns gemeint. Wenn wir sie entweihen, fühlen wir uns verloren.

In meiner Begleitung entstehen Kreise nicht zufällig. Sie werden gehütet, vorbereitet, getragen. Jede:r darf kommen, wie er:sie ist. Niemand muss bleiben, wenn es nicht passt.

Die stärkste Wurzel ist der Circle Way, daneben Scott Pecks Gemeinschaftsbildung. Gelebt wird das im Kreis & Kontakt und in Atemkreisen – beides Räume, in denen Kreiskultur kein Konzept bleibt, sondern Körper wird.

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Und dann, wenn der Kreis sich schließt: Unser wahres Wesen ist gut, mitfühlend und freundlich – daran er:innern wir uns gemeinsam, wieder und wieder, im Kreis, ohne dass er je zu Ende wäre.